Gustaf Fröding som översättare från tyska

Redan som gymnasist var Gustaf Fröding mycket förtrogen med den stora europeiska litteraturen. Under sin sjukhusvistelse på Dr. Kahlbaums Nerven-Heilanstalt i tyska Görlitz  kom han att att läsa mycket tysk och engelsk litteratur. I ett brev till vännen Mauritz Hellberg berättar han att han, när han mådde som ”uschliast” läste ofantliga mängder. Bland de tyskspråkiga författarna fanns namn som Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau och Albert von Chamisso.

Denna läsning kom att få stor påverkan på hans fortsatta arbete som diktare. Dels inspirerades han själv som poet, men kom också att översätta och publicera flera av dem, bland annat dikter av Chamisso, Lenau och Goethe. För den som är intresserad av Gustaf Fröding som översättare rekommenderas ”Frödings lyriska översättningar” av Gustaf Johnson (Frödingsällskapets årsbok XIX, utgiven 1987). På tyska finns även Günter Krumms avhandling ”Gustaf Frödings Verbindungen mit der deutschen Literatur”.

Litteraturbankens förteckning över Frödings översättningar av tyska dikter

Frödingdikter översatta till tyska

Översättaren och ingenjören Willi Grigor är född i Tyskland, men har bott i Sverige sedan 1975. Efter sin pensionering har han översatt poesi, mest från svenska till tyska, men också från tyska till svenska. Förutom Fröding har han bland annat översatt dikter av Dan Andersson, Karin Boye, Verner von Heidenstam och Hjalmar Gullberg. Översättningarna finns publicerade på webbplatsen Die Deutche Gedichtebibliothek.

Här presenteras ett urval av Willi Grigors översättningar av Gustaf Frödings diktning:

  • De gamle och de unge (Die Alten und die Jungen)
  • En främmande man (Ein fremder Mann)
  • En ghasel (Ein Ghasel)
  • En kärleksvisa (Ein Liebesgedicht )
  • En parkfantasi från sjukhusfönstret (Eine Parkfantasie am Krankenhausfenster)
  • En visa till Karin när hon hade dansat (Ein Lied für Karin nachdem sie getanzt hatte)

Die Alten und die Jungen (De gamle och de unge)

Wir johlten vor Freud’ als wir sprangen hinaus.
Die Alten sie saßen und schauten hinaus.
Adieu!
Gebt acht auf euch, wenn die Winde wehn,
willkommen zurück, wenn ihr alles gesehn!
Adieu! Lebt wohl! Adieu!

Die Alten, sie saßen und winkten hinaus.
Die Mädchen wir paarweise wechselten aus.
Lebt wohl!
Ein jeder nahm sein’ und ich die mein’.
Wir schwenkten die Hüte und stimmten froh ein. Adieu! Lebt wohl! Adieu!

Die Alten, sie saßen und schauten hinaus,
denn Frühling und Jugend forderten raus.
Adieu!
Und wenn sie bloß kämen vom Alter los,
dann sprängen sie gern zu uns auf das Floß.
Adieu! Lebt wohl! Adieu!

Die Spielfreude riefen wir singend hinaus.
Ins Leben wir fuhren wild schwingend hinaus.
Lebt wohl!
Doch irgendwann werden wir es wohl tun,
laut rufen hinaus, wie die Alten nun:
Adieu! Lebt wohl! Adieu!

Ein fremder Mann (En främmande man)

Er war nicht jung, sein Haar bereits ergraute,
sein Kreuz war krumm von all dem, das er schleppte,
des Lebens Pracht das Leben selbst ihm raubte,
und seine Furchen hat die Zeit geschnitten.
Die Lippen hielten irgendwas verschlossen,
vielleicht die böse Tat in dem Verfloss’nen.

Er wollte keinem zeigen, was er fühlte,
wie schlimm der Gram, die Bürde an ihm zehrte;
von kaltem Zweifel sprach des Auges Kühle:
Für mich hat Leben so kein bisschen Wert mehr,
mein Schiff ist leck, die Munition verschossen,
noch lebe ich, doch bloß in dem Verfloss’nen.

Er war so scheu, so leis, so trostlos einsam,
mein Herz ward weich, ich spürte Lust zu weinen,
als gälte seine Sorg’ für uns gemeinsam,
ich wollte rein in dieses tote Schweigen,
ich wollte öffnen dieses fest Verschloss’ne
und bei ihm sein als Freund in dem Verfloss’nen.

Ich wollte nah ihm kommen, wollte tragen
die schwere Last, die auf ihn drückte ständig,
doch er verkroch sich, kam ich ihm zu nahe,
und zwischen uns lag eine Leere, stetig.
Die Lippen hielten fest und hart umschlossen
das ihn so bitter zehrende Verfloss’ne.

Ein Ghasel (En ghasel)

Ich steh und seh die Welt wie durch ein Gitter.
Ich kann, ich will nicht weichen von dem Gitter,
es ist so schön des Lebens Glut zu schauen,
wenn hoch sie wirft die Wogen auf das Gitter,
so schmerzhaft froh die Töne mich erbauen,
die lachend, singend dringen durch das Gitter.

Ein Wechsellicht von Erle, Buche, Lind’,
im Hintergrund die dunklen Kiefern sind,
der frische Duft zu mir dringt durch das Gitter.
Und an der Bucht, was für ein Zauberschein,
in jedem Tropfen ist ein Edelstein,
sieh, wie es schimmert, glitzert durch das Gitter!

Ich seh Boote sich zusammendrängen,
lausche Hornmusik und muntren Sängen.
Und frohe Menschen in sehr großer Zahl
gemeinsam ziehn zum Fest auf Berg und Tal.
Ich will, ich will, ich muss von hier heraus
und Leben trinken, bei den andern drauß’,
ich will nicht hier ersticken hinter ́m Gitter!

Vergebens ist mein Biegen und mein Reißen,
das alte, unbeweglich harte Gitter,
es will nicht dehnen sich, es will nicht reißen,
denn mit mir selbst ist es verschweißt das Gitter,
und erst wenn selbst ich breche, bricht das Gitter.

Ein Liebesgedicht (En kärleksvisa)

Ich kaufte mir Liebe für Zaster,
für mich keine andre gab’s doch,
singt prächtig, mit knarrendem Kratzen,
singt, Saiten, von Liebe dennoch.

Der Traum, der nie kam, sich verrannte,
als Traum war er wunderbar doch,
für ihn, den aus Eden Verbannten,
ist Eden ein Eden dennoch.

Eine Parkfantasie am Krankenhausfenster (En parkfantasi från sjukhusfönstret)

Nun ist Sommer, nun die grünen
Blätter wiegen, wie wenn Seegang,
fast abgeflaut, dennoch rollt.
Ich möchte sein in der Kronen
tiefen Dom, und ebenso im
dunklen, dufterfüllten Busch.

Ein Lied für Karin nachdem sie getanzt hatte (En visa till Karin när hon hade dansat)

Aus edlen Blumen möcht ich winden
ein Netz um meiner Liebsten Haar,
Erinnerung hilft mir zu binden
den Kranz für deine späten Jahr’.

Mit meinen Händen will ich schlingen
ihn dann um sie, die lieb ich hab,
der Kranz im Haar wird dich noch schmücken,
wenn ich schon ruhe in dem Grab.

Wie schön und jung sie ist beim Tanze,
mein Liebchen, doch nicht froh gestimmt
– es ist ein Dorn in diesem Kranze,
ein Gift, das ihr die Freude nimmt.

Zwei Tropfen Blut vom Kranze fließen
aus meiner Liebsten Haar, ich seh.
Die Zeit hat oft es mir bewiesen:
was ich auch schenk – es schmerzt, tut weh.